Samstag, 4. April 2009

Bilder für das Web anpassen

Digitale Kameras sind heute immer und überall dabei und wenn es nur im Zusammenhang mit dem Handy ist.
Aber auch aktuelle Handys haben Auflösungen von 3, 5 und mehr Megapixels.

Kompakte digitale Kameras leisten schnell 8 Megapixels und noch mehr.

Wer ein solches Bild direkt von der Kamera auf seinen Webspace lädt schadet sich nur selbst.
Es sind schnell Bildformate von 4832 x 3052 und mehrere Megabytes pro Bild erreicht - 5 Megabyte an Datenvolumen pro Bild und mehr sind da keine Seltenheit.

Die meisten Bilder werden in einer Website mit einer Bildbreite von 600 bis 800 Pixels zur Anzeige gebracht.
Würde man vor dem Upload die Bilder auf diese Nutzbreite anpassen, bewegen sich die Dateigrößen je nach Inhalt um 100KB, also ein Bruchteil des Originalvolumens.
Es schadet der Qualität nichts, denn Bildschirme haben nur eine Auflösung von ca. 75 bis 85 DPI, also nur ein Bruchteil dessen was z.B. ein Drucker leisten könnte.

Wenn wir also z.B. 10 Bilder direkt aus der Kamera uploaden und dann im Schnitt von 3 MB pro Bild ausgehen haben wir 30 MB im Upload.

Auch wenn das Bild beim Besucher der Webseite selbst mit HTML - Mitteln verkleinert angezeigt wird, werden dennoch diese 30 MB übertragen.

Bei einer 1 MBit DSL Leitung dauert das 240 Sekunden, bei einer 20 MBit Leitung dauert das immerhin noch 12 Sekunden und wer mit ISDN in das Internet gehen muss der wartet 3750 Sekunden.

Wird aber die Größe angepasst so das im Schnitt 100KB pro Bild heraus kommen sieht es anders aus,

Wir haben dann nur noch 1 Megabyte an Daten, macht 8 Sekunden bei 1 MBit, 0,4 Sekunden bei 20 MBit und ISDN Nutzer warten 125 Sekunden.

Der Nachteil für Leute die ohne darüber nachzudenken einfach ihre Bilder aus der Kamera auf das Web schieben liegt auf der Hand.
Der Aufruf der kompletten Seite dauert für die Besucher derart lange, das diese die Seite meiden werden.
Niemand wird da solange freiwillig warten.
Das bedeutet auch, das eine solche Seite nur einen sehr geringen Erfolg haben wird.

Und ein weiterer Nachteil besteht darin, das der Webserver diese Bandbreite auch liefern muss.

Üblicherweise sind die meisten Domains auf shared Webservern.
Das bedeutet 100, 200 manchmal sogar bis zu 5000 Domains oder Subdomains teilen sich einen einzigen Rechner.
Nun kann man sich lebhaft vorstellen, das wenn mehrere Angebote dieser Art genutzt werden, der Webserver in die Knie gehen wird.
Das bedeutet - es wird noch langsamer als vorher und das für alle die auf diesem Webserver ihre Angebote liegen haben.

Nun kommen so manche dieser Nutzer mit dem Argument, bei mir geht das schnell.
Diese vergessen, das die Browser einmal geladene Inhalte und darunter insbesondere auch Bilder lokal im Cache aufbewahren.

Wenn ich also die zehn Beispielbilder mit 30 Megabyte auf den Webserver gebracht habe und mir anschliessend die Seite ansehe, habe ich lokal schon 2 x 30 Megabyte an Platz in Anspruch genommen. Dafür läuft aber der erneute Aufruf der Webseite mit den 10 Bildern rasend schnell, da die Bilder bereits lokal vorliegen.

Man sieht - es macht Sinn die Bilder für den Gebrauch im Web anzupassen.

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