Rund 15,6 Mio. DE Domains plus jede Menge anderer Top-Level und Subdomains plus unzählige aus dem Ausland verfügbare Domains bieten alle Inhalte und das mit steigender Tendenz.
Aber die Anzahl der Surfer ist praktisch fix - schwankt nur in kleinen Bereichen.
Die Surfer haben die Qual der Wahl und lassen in der Praxis alles links liegen was ihnen die Inhalte zu langsam erscheinen lässt, ja sie brechen sogar eine Einkaufstour aus dem Grunde ab.
Eine bis 1,5 Sekunden Zeit hat ein Anbieter maximal um sich in's rechte Licht zu stellen - 1 Sekunde ist optimal - je länger es dauert desto mehr laufen weg - ab 1,5 Sekunden sogar in Mengen.
Und - natürlich - es gibt Anbieter mit Marktmacht die benötigen Performance um überhaupt den Massen an Besuchern abarbeiten zu können die auf deren Seiten zugreifen.
Die Masse an Besucher ist entscheidend - eine Applikation kann bei 1 Besucher schnell sein, bei 5 Besuchern kann sie sich sogar schon verabschieden, bei 50,100 oder gar mehr Besuchern kann sie sogar den Server sofort still legen.
Schnell ist eine Seite immer wenn sie nach dem 2. Aufruf statisch vom Browser gecacht von dem geliefert wird. Mancher Webdesigner und Webprogrammierer hat absolut keine Ahnung von den Hintergründen.
Unmöglich ? Nein - traurige Praxis.
Es ist unglaublich welche Mengen an Angeboten im Netz bereits bei kleiner Anzahl von Besuchern nicht nur sämtliche Zeitmarken sprengen ja sogar zum Stillstand gelangen.
Ein Wachstum bei der Zahl der Besucher ist bei solchen Angeboten völlig unmöglich.
Das ist die eine Seite des Internets.
Auf der anderen gibt es massive auf Internet basierende Anwendungen die ebenfalls mit technisch begrenzten Ressourcen arbeiten müssen.
Da geht es nicht um zig tausende Besucher aber immerhin um eine hohe Zahl Besucher die zudem massiv Traffic und permanent in DB Systemen auslösen.
Es gibt da Anwendungen die praktisch nur existieren und arbeiten können weil sie eben als High-Speed-System programmiert wurden.
Nun - so mancher hat die Idee man schreibe einen Power - Bootstrap der auf ein bestehendes System aufsetzt und alles in einem gewünschtem Umfang so beschleunigt das man zufrieden ist.
Das hört sich gut und simpel an - es ist aber einfach Blödsinn.
Hat man ein System das unter Performancemangel leidet dann muss man genau definieren was denn der Mangel ist und wann er erledigt ist.
Schaut man sich in einem Überblick alle verwendeten Libs und Scripte einmal an und stellt fest - die haben Jahre auf dem Buckel - dann kann man davon ausgehen - die sind überholt.
Bei einem solchen Status lohnt es sich kaum Details zu überarbeiten von denen man weiß - die machen Probleme.
Da wäre eine komplette Neukonzeption und Programmierung angesagt - ein solcher Titel ist verloren und jegliche Arbeit ohne Neukonzeption daran ebenfalls.
Dieser Ansatz trifft auch Titel in einiger Zeit die aktuell High-Speed ohne wenn und aber sind.
Performancemangel erkennen - das ist leider eine Sache die so mancher Programmierer erst dann sieht wenn man ihn mit der Nase darauf stößt.
Extrem viele Programmierer verstehen diesbezüglich nicht wo es in einer konkreten Situation darauf ankommt.
Beispiel:
$config['callback']='ob_gzhandler';
ob_start($config['callback']);
oder
$callback = 'ob_gzhandler';
ob_start($callback);
sollten eigentlich nichts ausmachen.
Aber Version 2 bringt im Benchmark bei der Gesamtapplikation über 8% mehr Leistung - völlig unerwartet aber gewaltig hoch und reproduzierbar.
Das kann unter anderen Versionen von Apache und PHP anders aussehen und es kann auch in anderen Situationen anders aussehen.
Deswegen ist Power auch immer eine Sache der Versionen und des konkreten Einsatzes.
Und man muss Methoden entwickeln und einsetzen um die Performance nicht nur über alles sondern auch in Details messen zu können.
Und natürlich - man muss auch Kompromisse eingehen.
So kann man eine Funktion besonders schnell sein - die Aufbereitung und Rückgabe des Ergebnisses kann sich aber z.B. im Format als ungünstig heraus stellen und alles ein wenig langsamer machen.
Und Performanceprogrammierung ist teuer. Je ahnungsloser Mitwirkende sind desto teurer wird es.
Je ahnungsloser Mitwirkende im Bereich der Anwender wie kleine Webdesigner bei CMS sind, desto komplizierter wird es, weil die natürlich keine Lust haben bestehende Einsätze umzubauen.
Große Anbieter haben ganze Performanceteams mit hochqualifizierte Mitgliedern die sich um diese Dinge kümmern. Das ist teuer aber kein Luxus sondern die Basis des Geschäftes.
Schaut man sich aber z.B. bei CMS Anbietern um wird da zwar vielleicht mal über Performance geredet aber getan wird da gesamtkonzeptionell nichts - bestenfalls wird an einzelnen Stellen mal etwas geschraubt und das mit geringem Erfolg.
Und - die nehmen Performancemangel persönlich - sehen es als Abstempelung minderer Programmierleistung an und reagieren bockig.
Statt so etwas als Feststellung zu nehmen und daran zu arbeiten wird geblockt und das unterstützt von Anwendern die absolut keine Ahnung haben aber der Meinung sind sie müssten irgend etwas verteidigen. Die Folge wird immer langsamer aber sehr sicherer Untergang sein.
Halten wir fest:
- Die 1..1,5 Sekunden gelten immer egal wer der Anbieter ist.
- Bei speziellen Internetanwendungen sind selbst 1 Sekunde deutlich zu lang
- Alte Scripte und verwendete Libs erfordern eine Generalüberholung eines Systems
- Performance ist kein Luxus sondern Geschäftsbasis
- Es gibt keine eierlegende Wollmichsau sprich Power Bootstrap - es gibt nur harte Arbeit bis in's kleinste Detail.
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