Mittwoch, 21. August 2013

Das ewige Updateproblem

Updates und Upgrades von Webservern ist und bleibt ein ewiges Problem.

Wenn ich nur ein Debian System über die letzten 12 Monate verfolge - da wurden allein im Betriebssystem tausende Bugs beseitigt aber auch neue Merkmale hinzugefügt.

Bei PHP kamen ganze Versionen - hunderte von Bugs wurden beseitigt aber auch wiederum neue Features eingefügt.

Das kann man auch von Mysql sagen.

Nebenbei gesagt wurden auch allerhand kritische Sicherheitsmängel beseitigt.

Viele Webanwender verwenden komplexe Scripte die mindestens teilweise individuell erstellt sind.

Man sollte annehmen das diese Anwender ein starkes Interesse daran haben ihre Systeme auf dem laufenden zu halten.

Das aber ist leider nicht sehr stark ausgeprägt.

Und man muss auch feststellen - auch nicht bei den Herstellern von standardisierter Software.
Wenn man bei einem Titel solche  Anforderungen liest die zum Lauf der Software erforderlich sein sollen:


PHP 5.2.4
  • Note: PHP 5.3.2+ Recommended.
    After the 1.11 series of CMSMS, PHP 5.3.2 and greater will be required.
MySQL 4.1=

wird man diesbezüglich bestätigt.

5.2.4 wie auch 5.3 sind veraltet - neuere PHP Versionen wie 5.4 und 5.5  werden nicht erwähnt.
Der Umkehrschluss ist der das die Lauffähigkeit unter aktuellen Versionen fraglich wird.

Das gilt auch für Mysql 4.1 - die Version  wird von Mysql seit Jahren nicht mehr angeboten.
Das aber bedeutet - eine Software die mit 4.1 arbeitet wird nie die aktuell möglichen Leistungsmerkmale aktueller Versionen verwenden und damit weit hinter den Möglichkeiten hinterher hinken.

Das soll nicht automatisch bedeuten das solche Titel nicht lauffähig sind - es bedeutet aber das diese Titel nicht optimal sind.
PHP und Mysql Abfragen wird damit auf einem viel zu niedrigen Niveau genutzt als wie es möglich wäre.

Schlimm sind immer Umgehungen von Bugs die bei der Softwareerstellung z.B. bei PHP bekannt gewesen sind - die sind in aktuellen Versionen längst abgehakt - man wurstelt aber immer noch auf solchen eigenen Lösungen herum.

Parameteränderungen oder gar Wegfall ganzer Funktionen und auch Module unter PHP werden dann zum Alptraum wenn man irgendwann einmal gezwungen wird - einfach weil es Altsysteme dann nicht mehr gibt -  aktuelle Versionen einsetzen zu müssen.
Die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch das in dem Augenblick rein nichts mehr laufen wird.

Da werden die Anwender aber auch die Programmierer mit den Folgen eines enormen Aktualisierungsstaus konfrontiert.

Warum ist es aber so ?

Die Nutzer solcher Anwendungen können oder wollen sich die Kosten einer ständigen Pflege nicht leisten.
Ja das trifft auch Anwender die mit eigenen Programmierern diese Anwendungen selbst erstellt haben.
Ständige Erweiterungen, Änderungen und Anpassungen anderer Art beschäftigen die Programmierer zeitlich derart das rein nichts mehr übrig bleibt um auf dem laufenden zu bleiben.

Anwender welche die Programmierung extern haben machen lassen denken sie könnten Kosten einsparen wenn sie Aktualisierungen verschleppen.

In Wirklichkeit wird der Arbeitsaufwand derart hoch das eine Gesamtänderung teurer kommen kann als eine Neuprogrammierung , für die man aber auch kein Geld übrig hat.
Man arbeitet dann meist auf eine Art Flickenteppich.

Externe Auftragnehmer aber werfen dann irgendwann das Handtuch da sie ihrerseits nur die Wahl haben ständig in Uraltumgebungen arbeiten zu müssen und keine Programmierarbeiten in aktueller Art liefern zu können und somit keinen fortschrittlichen Kundenbestand zu haben.


Haben es sich Anwender von Alt-,Uralt- oder Mixanwendungen erst einmal mit den Programmierern verscherzt, kündigen diese oder externe wenden sich anderen Partnern zu.


Dann aber ist bei Auftraggebern mit Uralttechnik sehr schnell der Ofen aus. Ersatzauftragnehmer müssen sich erst in die Materie einarbeiten und stehen zudem vor dem gleichen technischen Problem.
Jüngere Programmierer kennen zudem Uralt-PHP und Uralt-Mysql meist nur vom Hörensagen.

Bei auf Webtechniken basierenden Anwendungen spielt aber auch die Datenausgabe eine Rolle - sprich die Webseiten selbst.

Wenn man Auftraggebern seit Jahren vorbetet sie müssten responsive Webdesign einsetzen und man stößt auf taube Ohren dann hat man einen vor sich der seine Ohren nicht gelegentlich auf die Schienen des Netzes packt - hier sollte man den ersten Zählstrich ausführen - bei X Strichen sollte man sich von dem Auftraggeber trennen.

Die mobilen Endnutzer haben zudem immer das Problem das die Prozessorleistungen wie auch die Nettonetzanbindung und nicht zuletzt die maximalen Transfermengen sich stark von den Desktopnutzern unterscheiden.
Auch darauf muss man eingehen - eine Sache die bei veralteter Software sehr problematisch werden kann. Nicht selten wird das ein Gebastel in dem die erarbeiteten Vorteile im Rahmen der veralteten sonstigen Software untergeht.

Passt man sich ständig an hält sich der Aufwand in der Regel in kleinen Grenzen , man ist aktuell und kann sich den Inhalten oder neuen Zielen widmen.

Die Kosten sind zwar da aber immer in relativ kleinem Volumen - Thors Hammer wird da nicht geschwungen werden.



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