Immer wieder kommt das Thema auf ob man CSS inside halten sollte (also mit in der HTML zwischen den style Tag's) oder per Link.
Argumentiert wird immer das man ja die CSS bei jedem Seitenwechsel erneut laden müsste.
Das Argument ist richtig .
Ein weiteres Argument liefern angebliche SEO Spezialisten die da meinen das eine Seite bei der die CSS per Link geholt wird, schneller von Google und Co aufgenommen werden würde.
Nun das Argument ist Schnee von vorgestern und wirft nur einen Schlagschatten auf einen solchen SEO Menschen der sein angebliches Wissen aus dem Papierkorb der schnelllebigen IT-Welt geholt hat.
Also das wichtigste Argument gegen CSS inside ist das sich das Volumen erhöht - das aber auch erst dann, wenn eine weitere Seite mit der gleichen CSS aufgerufen würde.
Aber - es entfällt ein Request.
Hält man die CSS extern fragt jeder Browser einmal nach um die Aktualität der CSS bestätigen zu lassen - d.h. ein Request kommt immer zustande, auch wenn letzten Endes ab 2. Aufruf diese nicht mehr geladen wird.
Und in Zeiten des mobilen Zugriffs ist zu sehen das die Ping Zeiten in diesen Netzen bei 70 ms und erheblich höher liegen - das ist sehr viel.
Der andere Nachteil externer CSS ist der - das dort verwendete Images ebenfalls je ein Request abverlangen und auch da gilt - pro Image ein Request.
Verwendet man also viele Images in der CSS erzeugt man je einen Request auch wenn via Cachemethoden dann das Image nicht mehr nachgeladen wird.
Über z.B. Google Chrome Element überprüfen kann man sich die Network Reaktionen anschauen.
Bei inside CSS hat man die Möglichkeit solche Bestandteile automatisch z.B. via PHP je nach Browser als base64 Image zu nutzen.
Damit entfällt nicht nur 1 Request wegen des fehlenden CSS Links sondern auch die wegen der Images.
Bei aktuellen Browsern würden somit alle mit der CSS verbundenen Request's entfallen.
Und genau damit wird der Kunde zum König - der Nachteil des stetigen Ladens der CSS wird mit dem Vorteil der schnelleren Seite eingekauft, denn steht erst einmal die Anforderung wird die komplette Seite also nebst CSS und darin enthaltenen base64 Images in einem Rutsch geladen.
Das Problem was die angeblichen SEO Heinis nicht sehen - der erste Eindruck zählt - stimmt da die Geschwindigkeit nicht kann es zu einem Aufruf einer weiteren Seite aus dem Angebot nicht mehr kommen.
Und damit hätten sich die angeblichen und real nicht vorhandenen Vorteile bei Google - so wie es manche SEO Leute versprechen - auch schon erledigt.
Die wichtigste Regel bei Web's aller Art - man macht sie immer für den Besucher , den Kunden und nie für eine Suchmaschine - scheinen diese SEO Leute auch nicht zu kennen.
Real sieht es so aus das bei der Domain powersoftware.org eine externe CSS bei Aufruf über webpagetest.org aus USA , Dulles zu einer Zeit beim Erstaufruf von 0,789 Sekunden führt, bei inside CSS zu 0,566 Sekunden.
Beim Zweitaufruf sind die Zeiten fast gleich - 0,405 bei inside und 0,395 bei extern.
Hier kann man also in der Praxis feststellen was es bringt.
Und tatsächlich sind die vom Browser geladenen Bytes exakt identisch - beim Link wird somit nur der Transfer ab 2. Aufruf eingespart.
Ganz klar für mich bringen externe CSS heute erhebliche Nachteile - diese Nachteile können im Bereich Smartphone und Co. derart groß werden, das sie geschäftsschädigend sein dürften.
Bei Template gesteuerten Seiten ziehen die Vorteile einer externen Bearbeitungsmöglichkeit nicht mehr - es ist egal ob ich eine externe CSS oder ein Template mit inside CSS bearbeite.
Was Google betrifft - die haben mit einer schnelleren Seite den Vorteil das sie die Vorschau der Seite schneller genereiren können wenn die CSS inside ist.
Und der Pagespeedfaktor geht bei inside CSS enorm in die Höhe wenn die darin enthaltenen Images als base64 enthalten sind.
1 Kommentar:
Übrigens - noch ein Hinweis für die "letzten Schlafmützen" auch Google oder Yahoo verwenden die CSS inside - ganz einfach weil diese Anbieter längst über diese Hintergründe Bescheid wissen und unterm Strich ganz sicher enorm bei den Kosten sparen.
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